Glücksburg Mobil

Ein Projekt der bequa Flensburg Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft Flensburg mbH

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Historischer Stadtrundgang Friedrichsberg

Einleitung

Gesamtlänge des Rundgangs: ca. 3 km
Zeitdauer: ca. 2 Std.

Friedrichsberg - auf den Spuren von Hofwirtschaft und Gemeinsinn


Kartenauschnitt © OpenStreetMap-Mitwirkende
 
01

Wassermühle vor Schloß Gottorf

In Sichtweite von Schloß Gottorf siedelten sich seit dem 17. Jahrhundert Wirtschaftseinrichtungen des Hofes an. Davon zeugen die frühere Poststation (heute Pension „Zum weißen Schwan“) und die alte Gottorfer Wassermühle mit ihrem „Herrenstall“ und „Alten Garten“ verwiesen auf die frühere Lage der Reitställe sowie des Küchen- und Ziergartens von Schloß Gottorf. Nicht mehr erkennbar ist der zugeschüttete Mühlenteich.
Heute befindet sich hier die Parkanlage vor dem imposanten Oberlandesgericht, das 1878 als preußisches Regierungspräsidium errichtet wurde.

Weitere Informationen zur Station Wassermühle vor Schloß Gottorf

02

Landesarchiv Schleswig-Holstein

Zu den herausragenden historischen Gebäuden der Stadt gehören die sogenannten Freihäuser in der Gottorfstraße. Ihre Besitzer entstammten meist dem Adel oder bekleideten führende Amtspositionen, von der städtischen Gerichtsbarkeit und Steuerlast waren sie befreit. Das wohl berühmteste Freihaus ist das um 1700 errichtete Prinzenpalais, ein dreiflügeliges Herrenhaus, das mit dem Landesarchiv das „Gedächtnis“ Schleswig-Holsteins beherbergt. Ihm gegenüber steht der Günderothsche Hof, früher Gästehaus von Herzog Friedrich III., heute Stadtmuseum. Ebenfalls sehenswert: der Fürstenhof zwischen Prinzenpalais und Gericht.

Weitere Informationen zur Station Landesarchiv Schleswig-Holstein

03

Bahnhof

1869 wurde der Bahnhof an den Stadtrand verlegt; gleichzeitig entstand die Bahnhofstraße, die ihn über Pferde- und später Straßenbahnen mit der Stadt verband. Bis zur Jahrhundertwende wurden hier viele zeittypische Häuser errichtet. Sie geben dem Straßenzug mit ihrem Baustil nach preußischen Architekturkatalogen und im späteren Jugendstil ein markantes Gesicht. Das in der prominenten Tradition der Heimatschutzarchitektur stehende Bahnhofsgebäude wurde kurz nach dem 1. Weltkrieg fertiggestellt. Die Großzügigkeit seiner repräsentativen Halle verdankt es Schleswigs Status als preußischer Regierungssitz.

Weitere Informationen zur Station Bahnhof

04

Bürgerstift der Spar-und Leihkasse

„Drauß bei Schleswig vor der Pforte wohnen arme Leute viel…“- so schildert der romantische Dichter Clemens Brentano den südlichen Friedrichsberg in seiner Ballade „ Die Gottesmauer“. Sie geht auf eine Begebenheit im Winter 1813/14 zurück, wonach eine Schneewehe die Witwe Mumm mit Tochter und Enkelin vor plündernden Soldaten bewahrte. Auch im deutsch-dänischen Krieg 1864 schützte eine Schanze über dem Busdorfer Teich den Zugang von Süden. Heute findet sich hier das zum Frieden mahnende Kanonendenkmal. Daneben errichtete die Friedrichsberger Spar- und Leihkasse, das Alten und Armen gewidmete Bürgerstift von 1868.

Weitere Informationen zur Station Bürgerstift der Spar-und Leihkasse

05

Bugenhagenschule Schleswig

Unterhalb der Dreifaltigkeitskirche, die um 1650 nach Plänen des Gottorfer Hofgelehrten Adam Olearius errichtet wurde, spiegelte sich mit Armenhaus, Pastorat und Schule das kirchliche Leben. Aus dem alten Armenhaus wurde das moderne Kirchengemeindehaus (Elisabeth-Beling-Haus) und aus dem alten Pastorat ein neoklassizitischer Neubau- heute in Privatbesitz. An die Stelle des Taubstummeninstituts, das Wihlhelm Georg Pfingsten 1805 begründete, wurde 1927 von Stadtbaurat Julius Petersen die imposante Bugenhagenschule gesetzt- ein prägnantes Beispiel der Heimatschutzarchitektur, das unter Denkmalschutz steht.

Weitere Informationen zur Station Bugenhagenschule Schleswig

06

Friedrichsberger Apotheke

Im Zentrum des Friedrichsbergs weitet sich die Friedrichstraße zu einem marktähnlichen, seit jeher von Geschäftsgebäuden gesäumten Platz. Im Haus Nummer 56 (heute Friedrichsberger Apotheke) betrieb Senator Bernhard Vollrat Wiek einst ein Geschäft; seine gemeinnützigen Interessen verband sich mit der Kirche für sozial Schwache.1816 fand hier die erste Vorstandssitzung der „Friedrichsberger Spar-und Leihkasse“ statt, die „ Dienstboten, Mägde, Knechte und Gehilfen“ zum Sparen animieren und Gewerbetreibenden mit günstigen Anleihen aushelfen soll.

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