Glücksburg Mobil

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Kloster-Rundgang durch Schleswig

Einleitung

Gesamtlänge des Rundgangs: 0,9 km
Zeitdauer: 1,5 Std.

Mit dem Kloster-Rundgang erleben Sie ein Stück eindrucksvolle Schleswiger Geschichte. Auf dem Kloster-Rundgang erwartet Sie nicht nur die zeitgenössische Architektur und Kunst des Mittelalters, sondern auch malerische Häuser und ein wundervoller Blick auf die Schlei und dem kleinen, sehr reizvollen Holmer Fischerhafen.


Kartenauschnitt © OpenStreetMap-Mitwirkende
 

Hinweis

Vom Dom zu Schleswig ausgehend, wo eine Besichtigung der mittelalterlichen Ausstattung sehr lohnt, führt Sie der Klosterrundgang über den Rathausmarkt zum früheren Graukloster - das der Stadt Schleswig heute als Rathaus dient und in welchem auch heute noch Wandmalereien aus dem 13. und 14. Jahrhundert zu bewundern sind - weiter über die etwa 1000 Jahre alte Fischersiedlung Holm - der wohl schönste Stadtteil Schleswigs - bis zum St. Johannis Kloster mit seinem schönen Klostergarten.

01

St.-Petri-Dom Schleswig

Wer auf der Suche nach den schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt Schleswig ist, sollte auf jeden Fall eine Besichtigung des Sankt -Petri-Doms nicht auslassen. Eine Dombesichtigung lohnt sich wirklich sehr, denn der Schleswiger Dom ist eines der bedeutendsten Bauwerke norddeutscher Kirchengeschichte.

Fast 900 Jahre prägt der Sankt -Petri-Dom das Bild Schleswigs. Ein Rundgang im Inneren des Doms führt durch eine lange Kirchengeschichte der Stadt. Die durch verschiedene Epochen der Zeitgeschichte geprägte Architektur, die nachweisbaren baulichen Veränderungen und die verschiedenen Kunstwerke zeigen eindrucksvoll, wie eng der Dombau mit der Schleswiger Stadtgeschichte verbunden ist.
Um das Jahr 1100 wurde mit dem Bau des Doms, damals noch im Stile einer romanischen Basilika, begonnen. Im Jahre 1134 fand der Dom erstmalig schriftliche Erwähnung.
Es folgte eine lange Umbauphase, in welcher der Dom von einer romanischen Basilika in eine gotische Hallenkirche umgebaut wurde. Gegen 1270 war diese Umbauphase weitestgehend abgeschlossen. Um 1300 erhielt der Sankt -Petri-Dom im Wesentlichen jene Innenraumgestalt, wie man sie auch heute noch bewundern kann.
Im 14. Und 15. Jahrhundert folgten dann große Anbauten wie zum Beispiel der dreiflügelige Prozessionsgang des Domkapitels an der Nordseite. Am Ende des 15. Jahrhunderts wurde dem Dom als weiterer Anbau die zweigeschossige Sakristei an der Nordostecke des Doms hinzu gefügt.
Seinen 112 Meter hohen neugotischen Westturm, welcher das Stadtbild Schleswigs auch in der heutigen Zeit noch prägt, erhielt der Sankt -Petri-Dom in den Jahren zwischen 1888 und 1894.
In 65 Metern Höhe befindet sich auf dem Turm eine Aussichtsplattform mit Blick auf die Stadt Schleswig, die Schlei und die Fischersiedlung Holm.
Im Dom selbst gibt es auch heute noch vieles von der ursprünglichen mittelalterlichen Ausstattung zu bewundern. Hierzu gehört zum Beispiel die Dreikönigsgruppe, eine Gruppe lebensgroßer Holzfiguren aus dem letzten Viertel des 13. Jahrhunderts. Diese Dreikönigsgruppe gehört zu den frühesten Beispielen ihrer Art nördlich der Alpen.
Zu den wohl überregional berühmtesten Sehenswürdigkeiten des Schleswiger St.-Petri-Doms zählt der Bordesholmer Altar. Der aus Eichenholz geschnitzte, 12 Meter hohe und 7 Meter breite Altar wurde von Meister Hans Brüggemann in den Jahren 1514 – 1521 geschaffen. Dieses sehr eindrucksvolle Kunstwerk zeigt mit seinen fast 400 äußerst filigran geschnitzten Figuren die Bibelgeschichte von der Geburt Jesu bis zur Kreuzigung. Meister Hans Brüggemann schuf auch die mehr als 4 Meter hohe Plastik des Heiligen Christopherus, welche neben dem Petri-Portal steht.
Die Besichtigung des sehr imposanten Sankt Petri Doms ist auf jeden Fall ein großartiges Erlebnis. Besichtigen kann man den Dom von Mai bis September täglich von 09:00 bis 17:00 Uhr und von Oktober bis April täglich von 10:00 bis 16:00 Uhr. Gruppen können, nach Voranmeldung in der Domküsterei, an sehr informativen Führungen teil nehmen. Der Eintritt ist frei. Spenden zum Erhalt der Domorgel und des Bauwerks sind erbeten.

Weitere Informationen zur Station St.-Petri-Dom Schleswig

Weg zum Graukloster / Rathaus

Nach dem Besuch des Doms geht es direkt weiter die Süderdomstraße entlang, über den Rathausmarkt, zum Graukloster / Rathaus.

Gesamtlänge des Weges: 0,31 km

02

Rathaus Schleswig

Zwei Gebäudeteile aus jeweils verschiedenen Epochen prägen das Schleswiger Rathaus. Der vordere klassizistische Bau wurde 1794 neu aufgebaut und der hintere Teil ist noch aus dem Mittelalter erhalten.
Um 1234 entstand auf den Fundamenten des ehemaligen dänischen Königshofes das Graukloster. Herzog Abel, der spätere König von Dänemark, überließ das Gelände des ehemaligen dänischen Königshofes dem Franziskanerorden. Der eigentliche Name des Klosters lautete Kloster Sankt Paulus, beziehungsweise Kloster Sankt Paul. Die Bezeichnung “Graukloster“ leitet sich von den grauen Kutten der Franziskaner-Mönche ab.
Das Kloster Sankt Paulus gehörte zeitweise zu den größten Franziskanerklöstern im dänischen Königreich.
Herzog Friedrich I fasste 1516 das Kloster Sankt Paulus mit den Franziskanerklöstern Sankt Maria in Kiel und dem Kloster Husum zur Regionalorganisation- die so genannte Kustodie- Kiel zusammen, welche dann zur Ordensprovinz Sachsen gehörte. Im Zuge dieser Reformation erfolgte 1529 die Aufhebung des Klosters. Herzog Friedrich I überließ das Kloster der Stadt Schleswig, welche dann die vorhandenen Gebäude zu einem Armenstift für Schleswiger Bürger umbaute. Dieses Armenstift beherbergte noch bis in das Jahr 1980 bis zu 22 verarmte Schleswiger Bürger. Heute werden diese Gebäudeteile für die Stadtverwaltung genutzt.
Die Kirche des Klosters Sankt Paul wurde nach der Klosteraufhebung ebenfalls der Stadt überschrieben und zum Rathaus umgebaut. Das Kirchengebäude wurde jedoch 1793 wegen Baufälligkeit abgerissen. In den Jahren 1794 und 1795 entstand auf den Fundamenten der Klosterkirche der klassizistische Gebäudeteil, welcher auch heute noch der Stadt Schleswig als Rathaus dient.
Wer das Graukloster besucht und besichtigen möchte, sollte sich auf jeden Fall den gotischen Saal mit seinen Wandmalereien und den, für die Gotik typischen, Spitzbögen an Tür und Fensteröffnungen an sehen. Die älteste Wandmalerei, welche etwa auf das Jahr 1280 datiert ist, stellt eine Kreuzigungsszene dar. Die Malereien an der Nord- und der Westwand des gotischen Saales gehen etwa auf die Mitte des 14. Jahrhunderts zurück.
Im mittelalterlichen Gebäudeteil ist im ersten Stock auch noch eine von den Armenwohnungen mit Schlafraum und einer kaminartigen Kochstelle erhalten geblieben. Auch hier lohnt sich eine Besichtigung sehr. Im klassizistischen Gebäude ist vor allem der zweigeschossige Ständesaal mit seinem Spiegelgewölbe sehr beeindruckend und sehenswert.
Eine Besichtigung des Grauklosters und des Rathauses ist während der Öffnungszeiten der Stadtverwaltung Schleswig, Montag bis Freitag von 8:30 bis 12:00 Uhr und Donnerstag zusätzlich von 14:30 bis 18:00 Uhr möglich.

Weitere Informationen zur Station Rathaus Schleswig

Weg zur Fischersiedlung Holm / Holm Museum

Vom Graukloster gelangt man dann über die Fischbrückstraße zum Holm. In der Fischersiedlung Holm führt der Weg über die Süderholmstraße weiter Richtung St. Johanniskloster. Da die Fischersiedlung Holm kreisförmig angelegt ist kann der Besucher auch den Weg über die Norderholmstraße und den Wiesengang wählen. Auch hier sind alle Wege gut begehbar, bzw. für Rollstuhlfahrer gut befahrbar.

Gesamtlänge des Weges: 0,24 km

03

Holm-Museum

Am Eingang zur Schleswiger Fischersiedlung zeigt das Museum mit historischen und neueren Fotografien den Wandel in diesem Stadtteil. Über Jahrhunderte war der Holm eine Insel, bevor das Fischerquartier 1933 mit dem Festland verbunden wurde. Die gewachsene Struktur der malerischen Siedlung beginnt heute, sich innerlich zu zersetzen. Das Fischereihandwerk ist vom Aussterben bedroht. Noch ist das Leben auf dem Holm wie an kaum einem anderen Ort in Norddeutschland durch das Festhalten an den Traditionen geprägt. Die Dauerausstellung im Holm-Museum zeigt Ansichten des Holms in früheren Zeiten sowie neuere Holm-Fotos von Ulrich Mack.

Weitere Informationen zur Station Holm-Museum

Weg zum St. Johanniskloster / Bibelgarten

Direkt am Anschluss an die Fischersiedlung führt der Weg über die Straße“ Am St. Johanniskloster“ weiter zum St. Johannis Kloster, in dessen Anlage auch der Bibelgarten liegt. Diese Straße ist mit sehr altem Kopfstein bepflastert und in einem schlechten Zustand. Ein richtiger Bürgersteig ist hier leider nicht vorhanden. Dieser Umstand könnte ein Hindernis darstellen, so dass Rollstuhlfahrer hier evtl. auf Hilfe angewiesen sind.

Gesamtlänge des Weges: 0,35 km

04

Ev.-Luth. St.-Johannis-Kloster vor Schleswig

Das Sankt Johannis Kloster wurde 1194 auf dem Holm, nahe der Fischersiedlung, als Benediktinerinnenkloster gegründet. Erstmalige schriftliche Erwähnung fand das Kloster im März 1251 in einer vom dänischen König Abel ausgestellten Urkunde.
In den Jahren 1299 und 1487 kam es, durch Brände verursacht, zu massiven Zerstörungen und anschließend jeweils zum Wiederaufbau. Trotz der beiden Brände gilt das Sankt Johannis Kloster heute als besterhaltene mittelalterliche Klosteranlage Schleswig-Holsteins und steht als Kulturdenkmal unter Denkmalschutz.
1536 wurde der Klosterkomplex der Schleswig-Holsteinischen Ritterschaft übergeben und in einen Stift für die unverheirateten Töchter des schleswig-holsteinischen Adels umgewandelt, welche das Kloster dann als kostenlosen Wohnsitz nutzten. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde die Anlage durch weitere Gebäude rund um den Klostertrakt ergänzt.
Zu den Kunstschätzen des Klosters gehören zum Beispiel ein klassizistischer Leuchter und Tafelsilber aus dem Haushalt des Johann Wolfgang von Goethe. Durch die Heirat des einzigen Sohnes von Goethes, August von Goethe, mit der Schwester der damaligen Priorin des Sankt Johannis Klosters gelangten diese Gegenstände in den Besitz des Klosters.
Eine weitere Sehenswürdigkeit des Klosters ist die Schrank-Orgel, auf der Carl Gottlieb Bellmann 1844 das Schleswig-Holstein Lied komponierte. Die Orgel steht im mittelalterlichen Remter. Carl Gottlieb Bellmann fand seine letzte Ruhestätte auf dem kleinen Friedhof direkt neben der Klosterkirche.
Die gesamte Klosteranlage ist frei zugänglich. Wegen ihrer Kunstschätze können der Remter, der Kapitelsaal und die Klosterkirche jedoch nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Für eine Führung kann man sich kurzfristig direkt bei der Priorin anmelden.

Weitere Informationen zur Station Ev.-Luth. St.-Johannis-Kloster vor Schleswig

05

Bibelzentrum mit Bibelgarten

Seit 1994 ist im Klosterkomplex das Nordelbische Bibelzentrum beheimatet. Hier gibt es viele alte Bibeln aus verschiedenen Epochen der christlichen Geschichte, niederdeutsche und hochdeutsche Ausgaben sowie Übersetzungen der heiligen Schrift in verschiedene Sprachen zu sehen. Auch werden verschiedene religiöse Gegenstände des jüdischen und des islamischen Glaubens gezeigt. An den Wänden der Galerie kann der Besucher 7 Original-Lithographien des berühmten jüdischen Malers Marc Chagall bewundern. Der Nachbau einer Gutenbergpresse aus dem 15. Jahrhundert, auf welcher im Bibelzentrum sogar Abschriften gedruckt werden, rundet das Angebot ab.
Die Sinne erheiternd und sehr sehenswert ist auch der ans Gebäude des Bibelzentrums angrenzende Bibelgarten. Dieser wunderschöne Garten wurde in der Zeit von 1996 bis 1997 von der Landschaftsgärtnerin Gudrun Lang aus Hamburg angelegt. Hier kann man nicht nur zahlreiche biblische Pflanzen wie zum Beispiel diverse Heilkräuter, Sträucher Obst- und Olivenbäume betrachten, sondern diese auch riechen und sogar schmecken. An den Bibelgarten angeschlossen ist ein kleiner Skulpturenpark, Prophetengarten genannt, in welchem Skulpturen zum Thema “Prophetie“ gezeigt werden.
Besichtigen kann man das Bibelzentrum während der Büro-Öffnungszeiten von Montag bis Freitag zwischen 08:00 und 12:00 Uhr. Ein Besuch der Erlebnisausstellung ist für Einzelpersonen und Gruppen nur nach Vereinbarung möglich. Der Bibelgarten und der Prophetengarten sind jederzeit frei zugänglich.

Weitere Informationen zur Station Bibelzentrum mit Bibelgarten

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