Glücksburg Mobil

Ein Projekt der bequa Flensburg Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft Flensburg mbH

Schiffbrücke 43-45
24939 Flensburg

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Telefax: +49 461 - 1 503-100

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Stolpersteine in Flensburg - Auf den Spuren der Vergangenheit

Einleitung

Gesamtlänge des Rundgangs: 5,9 km
Zeitdauer: 2,5 Std.

Dieser Rundgang führt entlang der Stolpersteine und einer Gedenktafel.

Die Stolpersteine sind in den Boden eingelassene Messingsteine in verschiedenen Größen. Sie erinnern an die Bewohner, die hier während der Zeit des Nationalsozialismus wohnten und diese Zeit nicht überlebten, weil sie entweder Juden waren, homosexuell veranlagt oder Sinti und Roma.

Am 23. August 2004 wurden von Günther Demnig mehrere Steine verlegt und zwar für:

Gertrud Unikover
Heinrich Lazarus
Margarethe Hirsch
Johanna und Emil Löwenthal
Taube, Leiser und Isaak Hermann Nicinsky
Isaak, Sara, Max und Leo Fertig
Louis Wartelsky
Familie Levin (Vally Irene Crefeld, Edgar Moses Levin, Lola Hartkäse und Lilly Meyer)
sowie Gut Jägerslust in Flensburg Weiche (Irma, Käthe und Lilly Wolff)

Die Aktion und einige der verlegten Steine wurden unter folgendem link nachlesbar gemacht

Quellen:
Link: Juden in Flensburg

Im August 2007 wurden weitere Stolpersteine  auf Initiative des Flensburger Verbandes für Lesben und Schwule verlegt.

Gustaf Schreiber
Arnold Bastian
Link: August Niemann
Link: Rainer Hoffschildt (Publizist aus Hannover)
Link: SL Schleswig-Holstein  (schwul-lesbische Vereinigung)

Ein weiterer Stolperstein wurde am 06. März 2014 für: Marie Johanne Epsen verlegt

Am 21. November 2019 wurden von Günther Demnig 3 weitere Steine verlegt und zwar für:

Emil Alwin Henning Jessen
Marie Johanne Lembcke
Oskar Reincke


Kartenauschnitt © OpenStreetMap-Mitwirkende
 

Hinweis

Auf dieser Zeitreise werden sie die Lebensläufe der Einzelpersonen, bzw. Familien begleiten, den wir für sie zusammengestellt haben.

Parkmöglichkeiten entlang des Rundganges und eine Wegbeschreibung, die sie auch als Audiodatei runterladen können, erleichtern Ihnen die Orientierung. Der Rundgang lässt sich auch mit dem barrierearmen Rundgang und dem StadtRundUm West verbinden.

01

Stolperstein Gertrud Unikower

Gertrud Unikower, geborene Spiller, am 18.04.1889

Gertrud Unikower wurde nach Riga deportiert und ermordet, ihre letzte Wohnadresse in Flensburg war die Angelburger Straße 9.
Weitere Informationen über Gertrud Unikower sind nicht bekannt.

Hier erinnert ein Stolperstein an ihr Schicksal.


Quellen:
Juden in Flensburg, Bettina Goldberg unter Mitarbeit von Bernd Philipsen; Schriftenreihe der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte; Band 62; S. 92, 157




Weitere Informationen zur Station Stolperstein Gertrud Unikower

Weg zum Stolperstein Gustav Schreiber

Von der Angelburgerstr. 9 gehen wir zum Südermarkt, wo wir rechts abbiegen und an der Galerie und dem Holm 230 Meter zur Holmpassage weiter gehen.

Vor dem mittleren Durchgang der Holmpassage finden sie den Stolperstein zum Gedenken an Gustav Schreiber.

Bodenbeschaffenheit

Normale Pflastersteine.

Gesamtlänge des Weges: 265 Meter

02

Stolperstein Gustav Schreiber

Gustav Schreiber, Jahrgang 1904

Gustav Schreiber wurde 1904 in Elmshorn geboren, besuchte die Volksschule und lernte einen kaufmännischen Beruf, in dem er viele Jahre arbeitete. 1935 übernahm ihn die Stadtverwaltung Elmshorn. Die entließ ihn 1937, weil er wegen fortgesetzter Unzucht mit Männern zu einem Jahr Gefängnis verurteilt wurde.
Erst 1939 bekam er wieder Arbeit als kaufmännischer Angestellter bei einer Baufirma, zunächst in Kiel, dann in Hamburg und ab März 1943 schließlich in Flensburg. Hier wohnte er von April bis August 1943 im Holm 39; es blieb seine letzte deutsche Anschrift. Für seine Firma arbeitet er dann in Bergen in Norwegen anscheinend in der Organisation Todt (OT), erhielt den Dienstgrad OT-Mann und fiel unter Militärrecht.
In Bergen fand er im Oktober 1943 einen 28-jährigen intimen Freund, dem er eine Stelle in seinem Büro verschaffte und in seine Wohnung aufnahm. Das Ende dieser kurzen Beziehung war brutal. Am 15. März 1944 wurde er verhaftet.
Folgendes schrieb er in seinem Lebenslauf:

Durch Anzeige wurde meine Straftat, die mit meiner krankhaften Veranlagung zusammenhängt, aufgedeckt und durch eigenes Geständnis zugegeben. Meine sonstigen Charaktereigenschaften sind gut. Leider neige ich sehr zur Melancholie und Sentimentalität, was wohl hauptsächlich mit meiner homosexuellen Veranlagung in Verbindung zu bringen ist. Ein Zeichen der Schwermut ist auch vorhanden. Meine Lebensauffassung ist sehr ernst. Meine krankhafte Veranlagung hat mir schon viel Kummer und Sorgen gebracht, sodass ich oftmals lieber hätte tot sein mögen… Ich bin ledig und werde mich aufgrund meiner Veranlagung nie verheiraten.

Aus dem Lebenslauf wird mehr als nur eine Demutsgeste gegenüber seinen Peinigern erkennbar. Deutlich wird, dass er die üblichen Vorurteile verinnerlicht hatte. Dies verband sich mit depressiven Tendenzen und sogar Todessehnsucht.
Bereits acht Tage nach der Verhaftung wurde er durch das Feldkriegsgericht Bergen als Hangtäter wegen Unzucht zwischen Männern zu zwei Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt. Mitangeklagter war sein Freund, der zu einem Jahr und drei Monaten Gefängnis verurteilt wurde.

Zunächst kam er in die Strafanstalt Neumünster.
Im Juni 1944 wurde er in das Emslandlager Börgermoor transportiert.
Seine letzte Beurteilung im November 1944:

Älterer Mensch, schlappes, undiszipliniertes Auftreten, 2mal wegen Unzucht mit Männern bestraft. Seine Führung im Lager schlecht, sein Arbeitsfleiß nicht zufriedenstellend. Für die Wehrmacht nicht tragbar.
Am 10. Januar 1945 verstarb Gustav Schreiber 40-jährig in Börgermoor rund zehn Monate nach seiner Verhaftung. In der Todesbescheinigung wurden als angebliche Todesursache eine Sepsis (Blutvergiftung), Mangelerscheinung und Ödeme (Wassereinlagerungen im Gewebe) angegeben. Tatsächlich dürften aber Hungerödeme aufgrund schlechter Versorgung sowie typisch depressive Appetitlosigkeit zur Sepsis geführt haben. Gustav Schreiber hatte sich wahrscheinlich seinen Tod auch gewünscht.

Ein Stolperstein vor der heutigen Holmpassage, Holm 39, erinnert an ihn.


Quellen:
Ausgebürgert. Ausgegrenzt. Ausgesondert. Flensburger Beiträge zur Zeitgeschichte Band 3; Beitrag: Unzucht zwischen Männern, Ulli Poppe/Björn Marnau; Hrsg. Stadtarchiv Flensburg, S. 156 – 189.

Weitere Informationen zur Station Stolperstein Gustav Schreiber

Weg zum Stolperstein Johanne Marie Ebsen

Unser Weg geht 250 Meter weiter an der Holmnixe vorbei bis zur Rathausstraße. Wir überqueren die Straße und gehen die Rathausstraße 130 Meter rechts hinunter bis zur Alten Post. Hier wurde im März 2014 ein weiterer Stolperstein verlegt. Vor dem Haupteingang ist der Stein zum Gedenken an Johanne Marie Ebsen verlegt.

Bodenbeschaffenheit

Normale Pflastersteine.

Gesamtlänge des Weges: 392 Meter

03

Stolperstein Johanne Ebsen

Gedenkstein für ein NS-Opfer

Die Flensburgerin Johanne Ebsen starb 1944 bei nationalsozialistischen Euthanasie-Verbrechen. Auf dem am 6.3.14 verlegten Stolperstein steht:
Hier wohnte Johanne Marie Ebsen, geborene Albertz, Jahrgang 1881, eingewiesen 1929 Psychiatrie Schleswig , „verlegt“ 14.9.1944 Meseritz-Obrawalde, ermordet 30.9.1944.

Wegen der benötigten Unterkünfte nach den Bombenangriffen auf Kiel 1944, wurde die Pflege- und Heilanstalt Schleswig-Stadtfeld als Ausweichquartier umfunktioniert.
Die dort untergebrachten 697 geistig behinderten und psychisch kranken Patienten wurden für das NS-Euthanasie-Programm berüchtigte Meseritz-Oberwald in Brandenburg verbracht, wo sie mit einer Giftspritze ermordet wurden.
Bis 1945 starben dort mindestens 10 000 Menschen. Der Ort liegt heute in Westpolen. In einem Raum der Anstalt, die als psychiatrisches Krankenhaus fortgeführt wird, ist ein kleines Museum zum Gedenken an die Euthanasie-Opfer der NS-Diktatur eingerichtet worden. Gezeigt wird auch die Transportliste der Schleswiger Patienten, auf der Johanne Marie Ebsens Name zu lesen ist.

Auf Initiative der Enkelin Ursula Carr wurde der Stolperstein am 06.03.2014 verlegt.

Johanne Marie Ebsen, Jahrgang 1881, war mit einem Postbeamten verheiratet. Sie wohnten im Postgebäude, in dem ihr Mann auch als Leiter arbeitete. Sie war Mutter von 3 Kindern.

1928 wurde sie in die Kieler Nervenklinik eingewiesen, nach 6 Monaten in die geschlossene Psychiatrie in Schleswig verlegt. Ihre Eingangsdiagnose lautete „Eifersuchtsneurose“.

Sie kam aus der Anstalt nie wieder heraus und hat auch ihre Kinder nie wieder gesehen. Ihr Ehemann ließ sich 1933 von ihr scheiden und heiratete seine 25 Jahre jüngere Sekretärin.

Amtliche Post erhielt die Familie am 1. Oktober 1944, als ihr per Telegramm mitgeteilt wurde, dass Johanne Marie Ebsen am 30. September 1944 in der Landeskrankenanstalt Meseritz-Obrawalde an „Herzschwäche“ verstorben sei. In dem folgenden Schreiben von Anstaltsdirektor Walter Grabowski wurde die Überweisung von 188 Reichsmark für „Sarg, Beerdigung und Grabpflege“ verlangt.

Tatsächlich bekamen die Toten keinen Sarg und keine würdige Bestattung, von Grabpflege ganz zu schwiegen. Die umgebrachten Menschen wurden eingeäschert und in einem Massengrab verscharrt.

Quelle:
Flensburger Tageblatt vom 05. und 07.03.2014

Weitere Informationen zur Station Stolperstein Johanne Ebsen

Weg zum Stolperstein Heinrich Lazarus und Oskar Reincke

Unser Weg führt vom Stolperstein Marie Ebsen 130 Meter zurück zur Großen Straße. Diese gehen wir 80 Meter links bis zum Haus Nr. 15/19, wo wir den Stolperstein zum Gedenken an Heinrich Lazarus finden.

Ein weiterer Stolperstein zum Gedenken an Oskar Reincke wurde vor dem Haus Nr. 15 am 21.11.19 verlegt

Bodenbeschaffenheit

Normale Pflastersteine.

Gesamtlänge des Weges: 204 Meter

04

Stolperstein Heinrich Lazarus

Familie Lazarus
Louis Lazarus, geboren am 22.12.1859
Cora, geborene Salomon, am 26.02.1867 in Hamburg.
Annie, geboren am 25.05.1895
Ellie, geboren am 09.05.1896
Hertha, geboren am 25.09.1898 und
Heinrich, geboren am 09.01.1901
Ehefrau Hilde, geborene Elsbach, am 23.05.1906 und
Sohn Manfred, geboren am 22.08.1931 in Essen.

Louis Lazarus war zunächst in der Firma seines Vaters, einem Herrenausstatter, als Geschäftsführer tätig, später betrieb er unter dem Namen Louis Lazarus GmbH eine Privatbank, die sich in der Großen Straße befand und während der Inflation 1923 Notgeld herausgab.
Verheiratet war Louis Lazarus seit 1894 mit Cora. Mit ihr bezog er das Haus am Hafendamm 44, in dem auch Annie, Ellie, Hertha und Heinrich geboren wurden und aufwuchsen.
Als die Kinder auszogen und schon eigene Familien hatten, zog das Ehepaar in die Hindenburgstraße, wo ihnen zum 1. April 1937 gekündigt wurde.

Ihre neue Wohnung, das Haus in der Großen Str. 15/19 wurde während des Novemberprogroms 1938 (Angriff auf jüdisch geführte Geschäfte und Wohnorte) von der Gestapo verwüstet. Das Ehepaar Louis und Cora Lazarus und Sohn Heinrich, der in dieser Zeit seine Eltern besuchte, wurden festgenommen, während andere Personen, die Wohnung verwüsteten. Heinrich wurde in Schutzhaft genommen seine Eltern kamen nach einem Verhör wieder frei. Mit weiteren Personen kam Heinrich erst in das Kieler Polizeigefängnis, von wo ein Sammeltransport alle in das KZ Sachsenhausen brachte. Ausreisewilligen wurde ermöglicht das KZ wieder zu verlassen, was ihm im Dezember 1938 gelang. Er floh mit Frau und Kind nach Holland.

Während der deutschen Besatzung wurde er dort verhaftet, nach Auschwitz verschleppt und am 05. Dezember 1942 ermordet.

Ehefrau Hilde und Sohn Manfred überlebten die Zeit der Besetzung im Untergrund und wanderten 1948 in die USA aus.

Louis, Lazarus und Cora verließen Flensburg am 19.Januar 1939 und zogen zu ihrer Tochter Annie und ihren Enkeln nach Kopenhagen, wo Louis nur wenige Tage nach seinem 82. Geburtstag am 04.01.1942 starb. Cora Lazarus starb dort am 10.04.1951.

Seit August 2004 erinnert ein Stolperstein vor dem Haus in der Großen Str. 15/19 an das Schicksal von Heinrich Lazarus.



Quellen:
Juden in Flensburg, Bettina Goldberg unter Mitarbeit von Bernd Philipsen; Schriftenreihe der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte; Band 62; S. 30 ff.
Flensburger Beiträge zur Zeitgeschichte Band 3, Titel Ausgebürgert, Ausgegrenzt, Ausgesondert. Beitrag: Jüdische Opfer des nationalsozialistischen Terrorregimes Bernd Philipsen, S. 237 - 239

Weitere Informationen zur Station Stolperstein Heinrich Lazarus

05

Stolperstein Oskar Reincke

Oskar Reincke 10. Januar 1907 - 10. Juli 1944

1907 in Hamburg geboren, wuchs als Sohn eines Schiffskontrolleurs auf und begann eine Zimmermannslehre. Weil er diesem Beruf körperlich nicht gewachsen war, brach er die Lehre ab. Darauf lernte er bei der Kontrollkompagnie in Hamburg 2 Jahre lang als Quartiersmann. Danach war er einige Monate auf Reisen. Bis zum Jahre 1927 war er beim Hafen-Betriebs-Verein in Hamburg als Schiffskontrolleur und in ähnlichen Eigenschaften tätig. Vom 1. Januar 1928 bis 15. März 1929 war er beim Hamburger Jugendamt als Erzieher im Landheim Ochsensaal angestellt.

Von dort kam er an das Sozialpolitische – Seminar der Hochschule für Politik in Berlin als Hörer mit einem Stipendium der Stadt Hamburg. Dies wurde ihm im Herbst 1929 wegen kommunistischer Betätigung entzogen, weshalb er den Besuch der Hochschule aufgeben mußte.

1924 schloss Reincke sich dem Kommunistischen Jugendverband an und übernimmt wenig später eine Kreisleitung. Wenig später trat Reincke der KPD bei und übernimmt 1932 die Leitung des Unterbezirks Flensburg. Im selben Jahr heiratete er Ella Seidel, die seit 1924 der KPD angehörte.

Am 12. März 1933 wurde Reincke in die Flensburger Stadtverordneten-Versammlung gewählt. Aufgrund der erlassenen „Reichstagsbrand-Verordnung“ konnte er sein Mandat nicht wahrnehmen.

Aufgrund des von Göring erlassenen Demonstrationsverbot am 1. Februar 1933 schloß die Polizeibehörde, noch in derselben Nacht, das Büro in der Großen Straße 15 sowie die Verkehrslokale der Partei und ihrer Untergliederungen. Dies war von der Flensburger KPD-Parteileitung nicht unerwartet. Eine größere Anzahl von Personen, darunter auch der Geschäftsführer Reinecke(!), wurden mit dem Polizeiauto zur Wache gebracht.

Bereits Mitte März 1933 verhaftet, wurde Reincke bis 1935 in Konzentrationslagern gefangengehalten. Seine Frau versuchte unterzutauchen, wurde jedoch festgenommen und zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Nach ihrer Freilassung lebten beide in Hamburg. Reincke fand nach erneuter kürzerer Haft Arbeit in einer Papiersackfabrik und gehörte seit 1939 erneut Hamburger Widerstandskreisen an.

Im Dezember 1941 beschloß Reincke zusammen mit Bernhard Bästlein, Robert Abshagen und Franz Jacob die Gründung einer Widerstandsgruppe gegen den Nationalsozialismus und gehörte der dreiköpfigen Leitung an. Er wurde am 17. Oktober 1942 erneut verhaftet, zum Tode verurteilt. Im Juli 1944 wurde er im Untersuchungsgefängnis am Holstenglacis in Hamburg hingerichtet.

Reinckes Name ist Bestandteil einer Ehrentafel am Eingang zum Flensburger Ratssaal, die an die Mitglieder der Flensburger Stadtverordneten-Versammlung erinnert, denen ihr Mandat durch das NS-Regime entzogen wurde.

Ein Stolperstein vor der Parteizentrale der KPD erinnert an Oskar Reincke.

Quellen:
Flensburger Nachrichten vom 02.02.1933,
Matthias Schartl, „Rote Fahnen über Flensburg“, S. 143.,
Anklageschrift Berlin, 26. November 1934,
Wikipedia Peter Steinbach, Johannes Tuchel: Lexikon des Widerstandes 19331945 Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Weitere Informationen zur Station Stolperstein Oskar Reincke

Weg zum Stolperstein Margarethe Hirsch

Die Große Straße gehen wir weiter, vorbei am Heiligen-Geist-Gang mit der dänischen Heiliggeistkirche (Helligåndskirken) und stehen nach 130 Metern vor dem Hof des ehemaligen Zuckerspeichers mit der Hausnummer 69.

Neben einem Stahlträger finden Sie den Stolperstein zum Gedenken an Margarethe Hirsch.

Bodenbeschaffenheit

Normale Pflastersteine.

Gesamtlänge des Weges: 238 Meter

06

Stolperstein Margarethe Hirsch

Margarethe Hirsch, geboren am 01.09.1888

Ihre letzte Wohnadresse ist die Große Str. 69 in Flensburg.

Weitere Informationen über Margarethe Hirsch sind nicht bekannt.
Sie wurde nach Minsk deportiert.

Ein Stolperstein vor ihrem letzten Wohnort erinnert an ihr Schicksal.


Quellen:
Juden in Flensburg, Bettina Goldberg unter Mitarbeit von Bernd Philipsen; Schriftenreihe der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte; Band 62; S. 92, 157

Weitere Informationen zur Station Stolperstein Margarethe Hirsch

Weg zum Stolperstein Arnold Bastian

Vom jetzigen Standpunkt aus gehen wir 40 Meter weiter. Auf der gegenüberliegenden Seite, in der Großen Straße 54 , ist ein weiterer Stolperstein.

Der Stolperstein zum Gedenken an Arnold Bastian ist vor einer Stahltür eingelassen. 

Bodenbeschaffenheit

Normale Pflastersteine.

Gesamtlänge des Weges: 34 Meter

07

Stolperstein Arnold Bastian

Arnold Bastian, Jahrgang 1908

Arnold Bastian wurde 1908 in Flensburg geboren, besuchte die Volksschule, lernte Kellner und arbeitete an verschiedenen Orten, zum Beispiel im Kurhaus in Glücksburg oder auch im Bahnhofshotel in Schleswig. Ab etwa Mitte der 30er Jahre arbeitete er im Winter als Kompagnon seiner drei Brüder, die Seeleute waren und Muscheln fingen. Bastian verarbeitete die Muscheln und vertrieb sie, zunächst in Flensburg und ab Oktober 1937 in Kiel.
Im Oktober 1937 wurde er verhaftet und verhört. Auf die Frage nach seinem Sexualverhalten gab er an, dass er während der Lehre Geschlechtsverkehr mit einem Mädchen gehabt habe. Offenbar wollte er den Ermittler täuschen. Der bereits aufgrund § 175 vorbestrafte Hans K. hatte schon zu einer großen Zahl von Personen und auch zu Bastian ausgesagt. Auf gezieltere Nachfragen gestand er lediglich oberflächliche homosexuelle Kontakte mit Unbekannten.
Er gab immer nur zu, was bereits bewiesen war. So ging es monatelang weiter. Aber immer wieder wurden ihm Aussagen weiterer Sexualpartner vorgelegt, die er nicht leugnen konnte. Zum Schluss wird allein durch seine Akte ein Geflecht zwischen über 40 Personen erkennbar, darunter mehrere Freundeskreise und -paare. Er war in den größten Skandal mit schwulem Hintergrund in Flensburg verwickelt.
Anfang Januar 1938 war Bastians Widerstand gebrochen und er identifizierte andere Personen, die später in den Rosa Listen der Reichszentrale zur Bekämpfung der Homosexualität und der Abtreibung auftauchten.

Am 11. März 1938 wurde Bastian 29-jährig vom Landgericht Flensburg in drei Fällen wegen Verbrechens aufgrund § 175a Ziffer 3 StGB und in sechs Fällen wegen Vergehens aufgrund § 175 StGB zu zwei Jahren und sechs Monate Zuchthaus verurteilt.
Zur Haft kam er dann in das Emslandlager Aschendorfer Moor, wo er 1940 entlassen wurde.
Nun verschwimmt das Bild von ihm, es sind nur noch Hinweise überliefert. Er arbeitete wieder als Kellner. Im September 1943 wurde er in Flensburg erneut verurteilt, diesmal aber drastisch zu vier Jahren Zuchthaus und anschließender Sicherungsverwahrung, also unbegrenzter Haft. Er kam in das Zuchthaus Hameln. Dort verstarb er 36-jährig am 17. Februar 1945.

Ein Stolperstein in der Großen Straße 54 erinnert an ihn.


Quellen:
Ausgebürgert. Ausgegrenzt. Ausgesondert. Flensburger Beiträge zur Zeitgeschichte Band 3; Beitrag: Unzucht zwischen Männern, Ulli Poppe/Björn Marnau; Hrsg. Stadtarchiv Flensburg, S. 156 – 189.

Weitere Informationen zur Station Stolperstein Arnold Bastian

Weg zu den Stolpersteinen Johanna und Emil Löwenthal

Über den Nordermarkt und vorbei an der Marienkirche überqueren wir die Toosbüystraße, an der wir uns nach 40 Metern vor dem Haus Norderstraße 27/29 befinden.

Hier sind 2 Stolpersteine zum Gedenken an Johanna und Emil Löwenthal eingelassen.

Bodenbeschaffenheit

Normale Pflastersteine.

Gesamtlänge des Weges: 445 Meter

08

Stolpersteine Familie Löwenthal

Familie Löwenthal

Emil Löwenthal geboren am 14.06.1857 in Caseburg / Pommern.
Johanna, geborene Loewenthal, am 05.3.1861 in Bernau/Brandenburg.
Julius Löwenthal, geboren am 04.12.1886
Erna Falk, geboren am 14. 06. 1888 in Stettin.
Hermann Falk, geboren am 16.12. 1876

Emil und Johanna Löwenthal zogen 1891 nach Flensburg. Das Ehepaar zog in die Norderstraße, wo Emil Löwenthal das Flensburger Möbel und Warenhaus von Albert Boas übernahm, das sich in der Norderstraße 107/109 befand.
1930 zogen sie in die Norderstraße 27/29 um.

In den 1920er Jahren trat Emil wiederholt gegen die zunehmend radikaler werdende Judenfeindlichkeit (Antisemitismus) in Flensburg an. Herr Löwenthal gehörte zum Zentralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, der bedeutendsten Abwehrorganisation gegen den Antisemitismus. 1928 wurde er örtlicher Vertrauensmann dieses Vereins. Im selben Jahr protestierte er beim Evangelisch-Lutherischen Landeskirchenamt in Kiel gegen das antisemitische Treiben des Flensburger NSDAP-Mitglieds und Pastors Friedrich Andersen. Sein Protest blieb folgenlos.
Von seinen Vorgesetzten ungehindert konnte Pastor Andersen am 14.6. 1928 in einem Vortrag seine Thesen verbreiten. Juden war der Zutritt zu diesen Veranstaltungen verboten.
Die Familie Löwenthal blieb bis 1938 in Flensburg, dann zogen sie zu ihrem Sohn Julius und dessen Ehefrau Grete Schnabel nach Berlin. Julius Löwenthal war durch seine nichtjüdische Ehefrau noch relativ geschützt. Emil und Johanna Löwenthal, sowie deren Tochter Erna und deren Familie gerieten dagegen in das Räderwerk der NS-Vernichtungsmaschinerie.
Erna Falk und ihr Ehemann Hermann wurden am 8. September 1942 in das Zwangsghetto Theresienstadt transportiert. Emil und Johanna Löwenthal wenige Wochen später am 13. Januar1943. Hermann Falk starb dort am 13. Februar 1943, Emil Löwenthal am 16.Februar 1943. Johanna Löwenthal und ihre Tochter Erna Falk wurden am 16. Mai 1944 weiter nach Auschwitz transportiert. Ihre Todesdaten sind nicht bekannt; sie gelten als verschollen.

Nach dem Krieg ließ Julius Löwenthal auf einem jüdischen Friedhof in Berlin einen Gedenkstein für seine ermordeten Eltern errichten. In der Privatsammlung von Bernd Philipsen aus Flensburg befindet sich ein Foto darüber.

Seit August 2004 erinnern 2 Stolpersteine vor dem Haus in der Norderstraße 27/29 an das Schicksal von Emil und Johanna Löwenthal.



Quellen:
Juden in Flensburg, Bettina Goldberg unter Mitarbeit von Bernd Philipsen; Schriftenreihe der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte; Band 62; S. 32 ff.
Flensburger Beiträge zur Zeitgeschichte Band 3, Titel Ausgebürgert, Ausgegrenzt, Ausgesondert, Beitrag: Jüdische Opfer des nationalsozialistischen Terrorregimes, Bernd Philipsen, S. 241 ff.

Weitere Informationen zur Station Stolpersteine Familie Löwenthal

Weg zu den Stolpersteinen Taube, Leiser u. Isaak Hermann Nicinsky

Die Norderstraße gehen wir 180 Meter auf der rechten Seite weiter und kommen an der dänischen Bücherei und der Marientreppe vorbei. Vor dem Haus Nr. 111 befinden sich weitere 3 Steine.

Hier sind die Stolpersteine zum Gedenken an Taube, Leiser und Isaak Hermann Nicinsky verlegt.

Bodenbeschaffenheit

Normale Pflastersteine.

Gesamtlänge des Weges: 282 Meter

09

Stolpersteine Familie Nicinsky

Familie Nicinsky

Leiser Nicinsky, geboren am 10.02.1896 in Klodowa/Polen

Ehefrau Taube, geborene Iglinksky, am 25.02.1896 in Prsedecz/Polen
Sohn Isaac Hermann, geboren am 30.03.1928 in Flensburg

Leiser Nicinsky arbeitete als Händler und Schumacher in der Norderstraße 111. Dort wurde ihr Sohn Isaak Hermann geboren. Am 18. November 1937 siedelten sie nach Hamburg über. Leiser ging dort seinem Beruf als Schumacher nach.
Doch die Hoffnung in Hamburg sicherer zu sein, war ein Trugschluss. Am 23. Oktober 1941 wurde die Emigration von Juden untersagt und nur 2 Tage später wurden sie mit weiteren 1034 Personen nach Lodz/Polen deportiert.
Die Überlebenschancen waren minimal. Hunger, Kälte, Krankheiten und unmenschliche Arbeitsbedingungen führten zu einer hohen Todesrate.
Systematische Ermordungen folgten ab Winter 1941/42 im Vernichtungslager Chelmo. Dort wurden die Menschen in speziell konstruierten Lastkraftwagen durch Motorgase umgebracht, darunter auch die Nicinsky´s mit ihrem erst 13 Jahre alten Sohn Isaak.

Seit August 2004 erinnern 3 Stolpersteine vor dem Haus in der Norderstr. 111 an ihr Schicksal.


Quellen:
Flensburger Beiträge zur Zeitgeschichte Band 3, Titel Ausgebürgert, Ausgegrenzt, Ausgesondert, Beitrag: Jüdische Opfer des nationalsozialistischen Terrorregimes, Bernd Philipsen, S. 246 folgende


Weitere Informationen zur Station Stolpersteine Familie Nicinsky

Weg zur Gedenktafel Familie Weiß

Wir überqueren nach wenigen Metern die Schloßstraße und gehen 100 Meter weiter bis zur Norderfischerstraße, an der wir die Norderstraße überqueren. Hier befindet sich an der Hauswand der Hausnummer 104.

Hier ist eine Gedenktafel zur Erinnerung an die Familie Weiß, die zur Gemeinschaft der Sinti und Roma gehörte.

 

 

 

Bodenbeschaffenheit

Kopfsteinpflaster (Straße). Normale Pflastersteine (Bürgersteig).

Gesamtlänge des Weges: 108 Meter

10

Gedenktafel der Sinti und Roma - Familie Weiß

Gedenktafel für die Sinti und Roma

auf dringlichen Wunsch der Familiennachkommen wurde von der Verlegung von Gedenksteinen abgesehen. Für die in Flensburg verfolgten Roma und Sinti hat eine Initiativgruppe stattdessen eine Gedenktafel entworfen. Am 02.08.2008 wurde an der Hauswand Norderstr. 104 die Gedenktafel enthüllt.

Sie erinnert seitdem an das Schicksal der Familie Weiß.

Die Flensburger Sinti-Familien wohnten viele Jahre lang in dem städtischen Gebäudekomplex in der Norderstraße 104. Auf Fotografien der 20er und 30er Jahre ist dokumentiert, wie ärmlich die Lebens- und Wohnsituation der Sinti-Familien in diesem Quartier waren. Die Häuser waren zum Teil noch aus dem 17. Jahrhundert. Mitte der 30er Jahre ließ die Stadt die Häuser abreißen und durch Neubauten ersetzen. Die Sinti-Familien wurden 1935 an den südlichen Stadtrand zwangsumgesiedelt. In die Norderstraße 104, ihren ehemaligen Wohnort, durften sie nach Errichtung der Neubauten nicht zurückkehren. 1940 wurden etwa 50 Flensburger Sinti aus ihren sogenannten Zigeunerwohnungen in der Valentinerallee nach Hamburg in ein Sammellager verschleppt. Von hier aus wurden sie nach Polen abtransportiert, wo die meisten in Arbeits- und Vernichtungslagern den Tod fanden.


Quellen:
Ausgebürgert. Ausgegrenzt. Ausgesondert. Beitrag: Im Januar 1944 in Kielce / Polen verstorben; Björn Marnau / Stephan Linck, in Flensburger Beiträge zur Zeitgeschichte 3, Hg. Stadtarchiv Flensburg u.a., hier S. 190-222

Plaque for the Sinti and Roma

at the urgent request of the family descendants was refrained from the laying of memorial stones. For the persecuted in Flensburg Roma and Sinti, an initiative group has instead designed a plaque. On 02.08.2008 was on the wall Norderstr. 104 unveiled the plaque.

It has since reminded of the fate of the White family.

For many years, the Flensburg Sinti families lived in the urban building complex at Norderstraße 104. Photographs of the 1920s and 30s document how poor the living and living conditions of the Sinti families were in this neighborhood. The houses were partly still from the 17th century. In the mid-30s, the city demolished the houses and replaced them with new buildings. The Sinti families were forcibly relocated to the southern outskirts in 1935. They were not allowed to return to Norderstraße 104, their former home, after the construction of the new buildings. In 1940, about 50 Flensburg Sinti were deported from their so-called gypsy apartments in the Valentinerallee to Hamburg in a collection camp. From here they were transported to Poland, where most were killed in labor and extermination camps.


Sources:
Expatriated. Excluded. Discarded. Contribution: Deceased in January 1944 in Kielce / Poland; Björn Marnau / Stephan Linck, in Flensburger contributions to contemporary history 3, Hg. City Archive Flensburg u.a., here pp. 190-222

Plaque til Sinti og Roma

på den presserende anmodning fra familiens efterkommere blev afstået fra lægning af mindesten. For de forfulgte i Flensburg Roma og Sinti har en initiativgruppe i stedet designet en plak. Den 02.08.2008 var på væggen Norderstr. 104 afslørede pladen.

Den har siden mindet om den hvide families skæbne.

I mange år boede Flensburg Sinti-familierne i bybygningskomplekset i Norderstraße 104. Fotografier fra 1920'erne og 30'erne dokumenterer, hvor Sinti-familiernes leve- og levevilkår var i dette kvarter. Husene var delvis stadig fra 1600-tallet. I midten af ??30'erne ødelagde byen husene og erstattede dem med nye bygninger. Sinti-familierne blev med magt flyttet til den sydlige udkant i 1935. De fik ikke lov til at vende tilbage til Norderstraße 104, deres tidligere hjem, efter opførelsen af ??de nye bygninger. I 1940 blev omkring 50 Flensburg Sinti deporteret fra deres såkaldte sigøjnerlejligheder i Valentinerallee til Hamborg i en samlingslejr. Herfra blev de transporteret til Polen, hvor de fleste blev dræbt i arbejds- og udryddelseslejre.


kilder:
Udstationeret. Udelukket. Kasseret. Bidrag: Død i januar 1944 i Kielce / Polen; Björn Marnau / Stephan Linck, i Flensburger bidrag til nutidig historie 3, Hg. Byarkiv Flensburg u.a., her s. 190-222

Weitere Informationen zur Station Gedenktafel der Sinti und Roma - Familie Weiß

Weg zu den Stolpersteinen Isaak, Sara, Max und Leo Fertig

Wir überqueren die Norderstraße erneut und gehen 70 Meter auf der linken Straßenseite weiter in Richtung Nordertor. Vor einem Hofeingang der Hausnummer 145.

Hier sind 4 Steine zum Gedenken an Isaak, Sara, Max und Leo Fertig eingelassen.

Bodenbeschaffenheit

Bürgersteig: normale Pflastersteine. Straße: Kopfsteinpflaster.

Gesamtlänge des Weges: 56 Meter

11

Stolpersteine Familie Fertig

Familie Fertig
Herr Isaak Fertig geboren am 31.05.1886 in Galizien
Sara Fertig, geborene Goldberg, 16.10.1893 in Galizien
Rosa, geboren am 18.06.1922 in Westerrönfeld bei Rendsburg
Max, geboren am 04.08.1924 und Leo am 05.02.1931 in Flensburg

Isaak und Sara Fertig zogen wenige Monate nach der Geburt von Töchterchen Rosa nach Flensburg. Die Familie hatte einen kleinen Leder- und Schuhwarenhandel in der Norderstraße. Durch den beginnenden Boykott zu Beginn der Nazi-Zeit (niemand kaufte mehr in jüdisch geführten Geschäften) musste die Familie das Geschäft schließen und zog nach Hamburg.
In Hamburg gab es mehrere jüdische Gemeinden mit eigenen Schulen und Hilfseinrichtungen sowie viele Konsulate. Durch die Konsulate erhofften sich viele Juden Visa für eine Auswanderung aus Deutschland.
Die Familie wohnte in der Hallerstraße in Hamburg, wo Isaak eine Hauswartstelle hatte. Sein Verdienst war so gering, dass sie auf Unterstützung der jüdischen Gemeinde angewiesen waren. Ihr Sohn Max wurde in einem Israelitischen Waisenhaus untergebracht. Tochter Rosa besuchte eine jüdische Haushaltungsschule, bis sie im Juli 1938 zu ihrem Onkel in die USA auswandern konnte. Die Bemühungen um Visa für die übrigen Familiemitglieder blieben erfolglos.
Ende Oktober 1938 wurden viele Juden aus Hamburg gewaltsam nach Polen abgeschoben, darunter auch Isaak, Sara, Max und Leo Fertig. Sie mussten ihr gesamtes Hab und Gut zurücklassen und kamen im polnischen Nadnia unter. Nach der zwangsweisen Verschleppung zogen die Fertig´s in einen Ort in die Nähe von Lodz. Dorthin wurden ihnen mit Hilfe von jüdischen Organisationen ihre zurückgelassenen Kleidungs- und Wäschestücke nachgeschickt. Die Familie sollte nicht lange in Ruhe leben können. Im Mai 1940 errichtete die Deutsche Besatzungsmacht ein Ghetto in Lowicz. Im März 1941 wurde die jüdische Bevölkerung in das Warschauer Ghetto umgesiedelt. Isaak, Sara, Max und Leo Fertig wurden wenig später in einen Ort nordöstlich von Lublin verschleppt. Rosa Fertig erhielt als letztes Lebenszeichen eine Postkarte, geschrieben am 2. Oktober 1941 von ihrem Vater.

4 Steine vor dem Haus in der Norderstraße 145 erinnern an Isaak, Sara, Max und Leo Fertig.



Quellen:
Juden in Flensburg, Bettina Goldberg unter Mitarbeit von Bernd Philipsen; Schriftenreihe der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte; Band 62; S. 92 ff.
Flensburger Beiträge zur Zeitgeschichte Band 3, Titel Ausgebürgert, Ausgegrenzt, Ausgesondert, Beitrag: Jüdische Opfer des Nationalsozialismus, Bernd Philipsen, Hg. Stadtarchiv Flensburg u.a., Flensburg 1998, hier S. 247 - 249

Weitere Informationen zur Station Stolpersteine Familie Fertig

Weg zum Stolperstein für Emil Jessen

Wir gehen die Norderstraße  100 Meter weiter zum Nordertor. Dort gehen wir 30 Meter hindurch und überqueren die Straße. Wir gehen 240 Meter  die steile Duburger Straße hinauf bis zum Junkerhohlweg. Hier gehn wir 155 Meter hinunter. Der Stolperstein liegt zwischen der  Hausnummer 13 und 13a.

Hier erinnert ein Stolperstein an Emil Jessen.

Bodenbeschaffenheit

Kopfsteinpflaster groß und klein, Plastersteine

Gesamtlänge des Weges: 525 Meter

12

Stolperstein Emil Jessen

Emil Alwin Henning Jessen, geboren am 10. März 1906 im Harrisleefeld, Gemeinde Harrislee, Kreis Flensburg

Berufliche Tätigkeit: Brunnenbohrer
Über den damaligen Wohnsitz der Familie Jessen gibt es keine Hinweise.
Nach Erzählungen wechselte die Familie häufig ihren Aufenthaltsort von Südschleswig nach Nordschleswig und Dänemark. Ihr Sohn Emil, der gerne dänisch lernen wollte, war nach der Wiedervereinigung Nordschleswigs mit Dänemark einige Jahre zur dänischen Schule gegangen. 1920 war er in Sønderjylland in der Gemeinde Lintrup gemeldet.1921 wurde er in der dortigen Kirche konfirmiert. Danach hat er in der Umgebung von Lintrup in der Landwirtschaft und als Brunnenbohrer gearbeitet. 1930 zieht er nach Flensburg.

Emil Jessen gehörte bis zum Jahr 1933 der KPD in Flensburg an. Hier war er an der Erstellung und Verbreitung illegaler Druckschriften beteiligt. Aus diesem Grund wurde er zusammen mit anderen am 31. März 1933 verhaftet. Durch das Urteil des Berliner Kammergerichts vom 29. Mai 1934 wurde er wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu 2 Jahren Gefängnis verurteilt. Unter Anrechnung der erlittenen Untersuchungshaft verbüßte er seine Haftstrafe bis zum 1.April 1935.

In der Folgezeit war er unter anderem als Terazzoschleifer und Brunnenbohrer beschäftigt. Am 30. Juli1943 wurde er zu der Bewährungseinheit 999 eingezogen. Nachdem er auf dem Heuberg ausgebildet worden war, wurde er auf dem Balkan eingesetzt.

Im August 1944 schrieb er aus Bessarabien eine letzte Nachricht. Seit dem galt er als verschollen.

Eine Suchanfrage beim Deutschen Roten Kreuz hat ergeben, dass der Verschollene mit großer Wahrscheinlichkeit bei den Kämpfen im Raum Tiraspol Ende August 1944 zu Tode gekommen ist.

Das Amtsgericht Flensburg hat Emil Jessen zum 31. Dezember 1944 für tot erklärt.

Ein Stolperstein liegt vor den Häusern 13 und 13a für Emil Jessen

Quelle:
Aufzeichnungen von Arne Jessen Entschädigungsakte M.Jessen LAS 761/22582

Weitere Informationen zur Station Stolperstein Emil Jessen

Weg zum Stolperstein Louis Wartelsky

Wir gehen den Junkerhohlweg 155 Meter hinauf, zur Duburger Straße. Hier biegen wir rechts ab und gehen 120 Meter bis zur Jens Due Straße. Hier überqueren wir die Straße und gehen 80 Meter rechts bis zur Ritterstraße. Wir biegen links ab und sind nach 130 Metern an der Burgstraße. Bis zum Stolperstein von Louis Wartelsky sind es 110 Meter.

Vor der Hausnummer 6 ist ein Stolperstein zum Gedenken an Louis Wartelsky eingelassen.

link: Flensburger Tageblatt 26.01.2011

 

Z.Z. ist eine große Baustelle in der Burgstraße. (11/2019)

Bodenbeschaffenheit

 Pflastersteine, Kopfsteinpflaster

Gesamtlänge des Weges: 595 Meter

13

Stolperstein Louis Wartelsky

Louis Wartelski, geboren am 17.05.1879 in Königsberg, Ostpreußen

Louis war Sohn eines Kaufmanns. Er wurde Goldschmied und spezialisierte sich später auf feinste Silberarbeiten. 1917 siedelte er nach Hamburg über, wo er seine Frau Bertha Adler kennenlernte. Diese brachte 3 Kinder mit in die Ehe. Nach 10 Jahre scheiterte die Ehe allerdings und sie ließen sich scheiden.
Danach machte Louis Wartelsky einen privaten wie beruflichen Neuanfang in Flensburg. Am 13. Januar 1927 meldete er sich im Rathaus als Neubürger an. Privat lebte er mit Frieda Hansen in der Burgstraße 6, seine Werkstatt richtete er sich in der Norderstraße 43 ein.
Seine Spezialität waren Broschen, die er aus Silbermünzen fertigte. Eng befreundet war er mit der Familie des Textilhändlers Max Katz, dessen Wohn- und Geschäftsadresse sich ebenfalls in der Innenstadt befanden. Louis war ein sogenannter Nenn-Onkel der 3 Töchter Rosa, Berta und Ida, die ihn liebgewonnen hatten und sehr an ihm hangen. Das einzige von Wartelsky überlieferte Foto zeigt ihn dann auch zusammen mit seiner Lebensgefährtin und Ida, die sie in die Mitte genommen haben. Dieses Foto befand sich im Handgepäck, als die Familie Katz 1938 vor den Nazis über Paraguay nach Argentinien flüchtete.
1933 nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten war das Klima schon sehr judenfeindlich, was sich durch die 1935 erlassenen Nürnberger Rassegesetze noch verschärfte. Danach waren Eheschließungen und außerehelicher Verkehr zwischen Juden und Staatsangehörigen deutschen und artverwandten Blutes verboten.
Die Beziehung von Louis Wartelsky und seiner Lebensgefährtin war daher ein klassischer Fall von Rassenschande.
Louis Wartelsky wurde am 23. Juni 1938 verhaftet und in das nördlich von Berlin gelegene Konzentrationslager Sachsenhausen eingeliefert. Die Häftlinge mussten schwerste Zwangsarbeit leisten, sowie Hunger, Krankheiten und Misshandlungen erleiden. Nach zehnwöchiger Haft wurde er entlassen. Er kehrte als gebrochener Mann zurück, vergrämt und abgemagert. Über seine Erfahrungen schwieg er, da die Zeit dort so schrecklich für ihn gewesen sei und er sich bei einer erneuten Festnahme das Leben nehmen würde.
Drei Wochen später drohte eine erneute Einweisung in ein KZ. Von der Polizeidirektion vorgeladen, nahm er sich im Dienstzimmer 139 am 28. September 1938 mit Zyankali das Leben.
Frieda Hansen sorgte für eine Bestattung auf dem jüdischen Friedhof in Westerrönfeld. Nach kurzer Zeit kehrte sie Flensburg den Rücken und zog nach Hamburg.
Seine Werkstatt wurde geschlossen und sein Inventar beschlagnahmt. Louis Wartelsky ist eins von mindestens 42 Flensburger Opfern des Nationalsozialismus.

Ein Stolperstein vor dem Haus Nr. 6 erinnert an Louis Wartelsky.


Quellen:
Flensburger Nachrichten vom 26.01.2011, S. 18;
"Juden in Flensburg" von Bettina Goldberg, in Zusammenarbeit mit Bernd Philipsen, Herausgeber: Schriftenreihe der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte Band 62, S. 75
Flensburger Beiträge zur Zeitgeschichte Band 3, Titel Ausgebürgert, Ausgegrenzt, Ausgesondert. Beitrag: Jüdische Opfer des nationalsozialistischen Terrorregimes, Bernd Philipsen, S. 244 ff



Weitere Informationen zur Station Stolperstein Louis Wartelsky

Weg zum Stolperstein Marie Johanne Lembcke

Vom Stolperstein Louis Wartelsky geht es die Burgstraße 10 Meter weiter zur Knappenstraße, die wir rechts 65 Meter bis zur Bergstraße gehen. Diese biegen wir 75 Meter links bis zum Burgplatz ein. Dort gehen wir 75 Meter weiter zur Verkehrsinsel, die wir zweimal überqueren. Jetzt befinden wir uns wieder in der Duburger Straße. Wir gehen 45 Meter links zur Dorotheenstraße, die wir 215 Meter rechts hochgehen bis zur Hausnummer 28.

Hier erinnert ein Stolperstein an Marie Johanne Lembcke.

 

In der Burgstraße befindet sich zur Zeit eine größere Baustelle (Stand 11/2019)

Bodenbeschaffenheit

Baustelle: sandig, Pflastersteine, Kopfsteinpflaster

Gesamtlänge des Weges: 485 Meter

14

Stolperstein Marie Johanne Lembcke

Marie Johanne Lembcke, geboren am 9.Oktober 1914.
Eingewiesen 24.Februar 1936 in die Psychiatrie Schleswig.
"Verlegt" 23.Mai 1941 nach Bernburg
Ermordet 23.Mai 1941 durch die "Aktion T4"

Marie (Mariechen) Johanne Lembcke wurde am 9. Oktober 1914 als jüngstes Kind des Schuhmachers Karl Lembcke und seiner Frau Anna (geborene Grage) in Flensburg geboren. Das Paar hatte noch weitere 4 Kinder: Anni, Rudolf und die Zwillinge Karl und Friedrich und wohnte in der Dorotheenstraße 28 in Flensburg. Als Kind erkrankte Marie an Hirnhautentzündung, was anscheinend ihre weitere geistige Entwicklung beeinträchtigt hat.

Im Februar 1936 wurde Marie Lembcke in die "Heilanstalt" Schleswig Stadtfeld eingewiesen und dort am 7.April 1936 zwangssterilisiert. Im Zuge der NS-"Euthanasie" erfolgte ihre Deportation und die Ermordung am 23.Mai 1941 in der Tötungsanstalt Bernburg.

Die Tötungsanstalt Bernburg befand sich zwischen dem 21. November 1940 und dem 30. Juli 1943 in einem abgetrennten Teil der Landes-Heil- und Pflegeanstalt in Bernburg an der Saale (Sachsen-Anhalt). Hier wurden im Rahmen der Krankenmorde im Nationalsozialismus bei der so genannten Aktion T4 9385 Kranke und Behinderte aus 38 Fürsorge- und Pflegeeinrichtungen sowie rund 5000 Häftlinge aus sechs Konzentrationslagern mit Kohlenstoffmonoxid in einer Gaskammer ermordet.

Die Herkunft der Opfer der Tötungsanstalt Bernburg war durch die vorgegebenen Einzugsgebiete fest umrissen. Es umfasste die Heil- und Pflegeanstalten der preußischen Provinzen Brandenburg, Sachsen und Schleswig-Holstein, der Länder Anhalt, Braunschweig und Mecklenburg sowie der Städte Berlin und Hamburg, aus denen Behinderte und Kranke nach Bernburg transportiert wurden, um hier mit Gas ermordet zu werden.Im Rahmen der "T 4 Aktion", der systematischen Ermordung sogenannten "unwerten Lebens" wurden von den Nazis in den Jahren 1940 bis zum Ende der NS-Zeit im Mai 1945 mehr als 70.000 Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen umgebracht.

Ein Stolperstein vor dem Haus Nr. 28 erinnert an Marie Johanne Lembcke

Weitere Informationen zur Station Stolperstein Marie Johanne Lembcke

Weg zu den Stolpersteinen Edgar Moses Levin und seinen Töchtern

Wir überqueren die Dorotheenstraße und gehen 45 Meter links zur Gertrudenstraße, welche wir 175 Meter bis zum Marienhölzungsweg gehen. 130 Meter gehen wir links auf der rechten Straßenseite bis zur Wrangelstraße. Nach 395 Meter gehen wir rechts die Wrangelstraße hinauf bis wir zu einer Ampel kommen. Jetzt sind wir in der Stuhrsallee.

Auf der Stuhrsallee halten wir uns  auf der rechten Straßenseite bis wir nach 220 Metern an einen Zebrastreiben kommen. Hier ist rechter Hand der Christiansenpark. Wir überqueren den Zebrastreifen und gehen rechts weiter bis wir nach 370 Meter an der dänischen Schule vorbei kommen. An der Ecke Stuhrsallee/Südergraben biegen wir links ein und nach 60 Metern befinden wir uns vor der Einfahrt zur dänischen Schule.

Einige Meter weiter sind 4 Steine zum Gedenken an Edgar Moses Levin und seine Töchter Lily Mayer, Lola Hartkäse und Vally Irene Crefeld eingelassen.

 

 

Bodenbeschaffenheit

Normale Pflastersteine

Gesamtlänge des Weges: 1800 Meter

15

Stolpersteine Familie Levin

Familie Levin
Leopold Levin, Jahrgang 1856,
Vally Irene Creveld, geboren am 06.03.1889, ermordet am 14.01.1943 in Ausschwitz
Edgar Moses Levin, geboren am 20.01.1895, ermordet 24.01.1939 in Sachsenhausen

Der Kaufmann Leopold Levin versuchte sich in der Unterhaltungsbranche. 1889 übernahm er das am oberen Südergraben gelegene Restaurant mit Konzertgarten Tivoli. In der gewaltigen Sängerhalle fanden sowohl Musik- und Theateraufführungen sowie Basare und festliche Zusammenkünfte statt. Dazu gehörte die im Februar stattfindende große Prämien-Maskerade mit anschließendem Fastnachtsball. Levin war zuerst Pächter, ab 1896 Eigentümer des Betriebs. Mit dessen Erwerb hatte er sich finanziell aber wohl übernommen; jedenfalls fand 1899 eine Zwangsversteigerung statt. Anschließend betätigte er sich als Haus- und Grundstücksmakler. Mit nur 54 Jahren verstarb er 1909 und wurde in Rendsburg auf dem jüdischen Friedhof beigesetzt.

Lola Hartkäse, geborene Levin, am 10.05.1896.
Während der NS-Zeit ließen sich etwa 20 Prozent der in sogenannten Mischehen lebenden arischen Männer und Frauen scheiden, was zur schonungslosen Verfolgung ihrer jüdischen Partner führte. Zu diesem Personenkreis gehörte der Bäckermeister Bruno Hartkäse, der seit 1920 mit der in Flensburg geborenen Lola Levin verheiratet war. Hartkäse reichte erstmals am 15. Dezember 1940 beim Landgericht Hamburg Klage auf Scheidung seiner Ehe ein. Die Eheleute einigten sich vor einem Sühnegericht die Angelegenheit bis Kriegsende auf sich beruhen zu lassen. Am 16. April 1943 reichte er allerdings erneut Klage ein. Die Ehe wurde daraufhin am 25. Mai 1943 aufgehoben. Am 9. Juni 1943 wurde Lola Hartkäse nach Theresienstadt, am 15. Mai 1944 weiter in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Ihr Todesdatum ist nicht bekannt; sie gilt als verschollen.

Lilly Meyer, geboren 11.02.1888
Lilly Mayer, die Schwester von Lola, wurde am 06. Dezember 1941 nach Riga deportiert.

Seit August 2004 erinnern 4 Stolpersteine an das Schicksal der Familie.


Quellen:
Juden in Flensburg, Bettina Goldberg unter Mitarbeit von Bernd Philipsen; Schriftenreihe der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte; Band 62; S. 21, 26, 86
Ausgebürgert, Ausgegrenzt, Ausgesondert; Jüdische Opfer des nationalsozialistischen Terrorregimes; Bernd Philipsen, in Flensburger Beiträge zur Zeitgeschichte 3, Hg. Stadtarchiv Flensburg u.a., Flensburg 1998, hier S. 250 f

Weitere Informationen zur Station Stolpersteine Familie Levin

Weg zum Südermarkt

Wir überqueren den Südergraben, gehen rechts weiter auf einem gepflasterten Weg an einem Denkmal vorbei und sind in der Friesischen Straße. Diese gehen wir links herunter. Nach 270 Metern befindet sich rechter Hand die Straße zum Rathaus. Nach weiteren 170 Meter kommen wir an der roten Straße vorbei und nach 40 Metern befinden wir uns wieder auf dem Südermarkt.

Hier ist unser Rundgang Innenstadt zu Ende.

Bodenbeschaffenheit

Normale Pflastersteine.

Gesamtlänge des Weges: 480 Meter

Zusatzinformationen zum Rundgang

Ein weiterer Stolperstein ist am St. Jürgensplatz 8 zu sehen und erinnert an das Leben von August Niemann. Weitere 3 Stolpersteine und 4 Infotafeln erzählen die Geschichte vom Gut Jägerslust und der Familie Wolff, die im heutigen Stiftungsland Schäferhaus zu finden sind.

Sehenswertes

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